Vor zwei Jahren, im Juni 2017, feierte die Hoteliers-Familie Pichler mit mehr als 200 Gästen die Eröffnung vom ersten Vollholzhotel in Niederösterreich. Das „Holzbach“ wurde gleich neben dem familiengeführten Stammhaus, dem Molzbachhof, errichtet. Das Drei-Sterne-S-Hotel in Kirchberg am Wechsel in Niederösterreich ist ein zertifiziertes Wander-, Genießer und Wellnesshotel für 90 Gäste. 18.000 Nächtigungen zählt der Betrieb pro Jahr.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und wird seit Jahrtausenden als Baustoff verwendet. Die Fähigkeit von Bäumen bzw. Pflanzen, mit Hilfe von Sonnenlicht Kohlendioxid (CO2) umzuwandeln und Sauerstoff abzugeben, ist elementar für alles Leben auf der Erde. In Zeiten des Klimawandels gewinnen Baustoffe wie Holz an Bedeutung und Image.

Vollholzhotel: Ökologisches Konzept

„Die Vision von einem Vollholzhotel hatten wir schon länger. Einerseits wollten wir unseren Gästen die natürlichste Form des Wohnens bieten und andererseits auch unseren schönen Garten näher zum Hotel bringen. Das ist uns mit den großen Fenstern in der Lobby und in den Ruheräumen gelungen“, erzählt Peter Pichler jun. Er führt gemeinsam mit seiner Frau Nina seit zwei Jahren den Molzbachhof in der dritten Generation. Die Eltern arbeiten im Betrieb mit. Gegründet wurde der Molzbachhof 1969 als kleine Ferienpension mit sechs Zimmern. Heute gilt das Hotel als niederösterreichischer Vorzeigebetrieb mit 35 Mitarbeitern. Neben 16 Vollholzzimmern birgt das „Holzbach“ ein Gourmet-Restaurant und direkten Zugang vom Saunabereich zum Hotelgarten mit Schwimmteich und beheiztem Außenpool.

Die Zimmer im Vollholzhotel sind aus purem Holz und vermitteln ein besonderes Wohlfühlklima.

Einzigartiges Wohlfühlklima bis zur Hotelwäsche

Alle 16 Vollholzzimmer wurden aus purem Holz, ohne Leim, Nägel Schrauben und ohne chemische Inhaltsstoffe gestaltet. Peter Pichler jun.: „Wir bieten unseren Gästen dadurch ein einzigartiges Wohlfühlklima, das sich positiv auf Wohnqualität und auf Schlaf auswirkt.“ Einfach zum Wohlfühlen ist darüber hinaus die Hotelwäsche.

Seit wann wäscht der Molzbachhof die Wäsche im Haus?
Wir haben die Wäsche schon immer im Haus gewaschen. Mit dem Umbau ist eine neue Waschküche entstanden, wo drei Waschmaschinen und zwei Trockner in Betrieb sind. Einen der beiden Trockner haben wir erst voriges Jahr neu gekauft, er funktioniert nur mit Heißwasser, fast ohne Strom. Der Molzbachhof hat sein eigenes Energiezentrum, das Ökostrom und Fernwärme erzeugt. Dazu wird ausschließlich Holz aus den umliegenden Wäldern verwendet.

Was sind aus Ihrer Sicht die entscheidenden Vorteile für den Hotelier, wenn er selber wäscht?
Ich finde, die Wäsche ist einfach angenehmer als Mietwäsche. Auch die ganze Logistik ist einfacher, die Transportwege fallen weg. Man leistet so einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz, weiters können wir dadurch Arbeitsplätze in der Region sichern. In der Wäscherei sind zwei Mitarbeiter beschäftigt.

Der Molzbachhof bestellt regelmäßig Drucksorten bei Klasse Wäsche, um die Gäste zu informieren, dass die Wäsche im Haus gewaschen wird. „Das ist uns wichtig“, betont Peter Pichler jun.

Peter Pichler jun. (li) leitet seit zwei Jahren den Betrieb mit seiner Frau Nina. Die Eltern packen noch mit an.