Wasser ist ein kostbares Gut. Der bewusste Umgang mit dieser Ressource ist angesichts des Klimawandels mit Trockenheit und Rückgang des Grundwasserspiegels auch in Tourismusbetrieben und Heimen ein Gebot der Stunde. Davon profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch die Kasse. Tipps, wie Sie Wasser sparen und dabei Kosten sparen.

  • Lesen Sie im Idealfall monatlich den Wasserzähler sowie den Warmwasserzähler ab. Dadurch erhalten Sie einen Überblick über Ihren Wasserverbrauch – von den Gästezimmern über Küche, Pool, Gartenbewässerung bis zur Wäscherei. Somit können sie feststellen, wie viel Wasser je Übernachtung, Zimmer oder Essen verbraucht wurde. Dieser Wasser-Fußabdruck wiederum hilft Ihnen, entsprechende Maßnahmen zu setzen.
  • Überprüfen Sie sämtliche Wasserabgabestellen im Haus regelmäßig auf ihre Dichtheit.
  • Lassen Sie tropfende Wasserhähne, rinnende WC-Spülungen und ähnliches sofort reparieren. Tropft ein Wasserhahn beispielsweise auch nur einmal pro Sekunde, gehen pro Tag 7,2 Liter Wasser und in einem Jahr mehr als 2.600 Liter Wasser verloren. Und vergessen Sie nicht, die Wasserhahn-Siebe regelmäßig zu reinigen und zu entkalken.

Enorme Wasserverschwendung durch tropfenden Wasserhahn: pro Tag 7,2 Liter

  • Gießen Sie die Grünanlagen nur nachts oder in den frühen Morgenstunden, um das Gießwasser möglichst effizient zu nutzen. Achten Sie bei Neubepflanzungen auf Pflanzen, die möglichst wenig Wasser benötigen.
  • Rüsten Sie WC-Spülkästen mit einer Spar-Funktion aus, die die Spülmenge in etwa halbiert. Druckspüler sollten auf etwa fünf bis neun Sekunden eingestellt werden – und nach Ablauf der Spülzeit auch ordentlich schließen.
  • Entscheiden Sie sich für wassersparenden Armaturen. Wassersparende Duschköpfe und Perlatoren (Strahlregler) beispielsweise können den Wasserverbrauch um bis zu 60 Prozent senken. In einem Hotel mit 11.000 Übernachtungen kann der Betreiber durch wassersparende Duschköpfe den Verbrauch um rund 1.300 Kubikmeter pro Jahr senken. In Verbindung mit geringeren Kosten für die Warmwasseraufbereitung beträgt das Einsparpotenzial pro Jahr rund 6.500 Euro.
  • Vergessen Sie nicht, automatische Ventile an den Waschbecken regelmäßig zu prüfen.
  • Spülmaschinen sollten – wie auch im Haushalt – nicht halb leer eingeschaltet werden. Achten Sie außerdem darauf, dass Geschirr und Gläser ohne Speise- und Getränkereste in die Spüler geräumt wird. Andernfalls könnten weitere Spülgänge erforderlich sein.
  • Klären Sie mit dem Gast, ob das Zimmer wirklich jeden Tag gereinigt werden soll, und welcher Rhythmus beim Wechsel der Handtücher gewünscht ist.
  • Verwenden Sie umweltverträgliche Spül-, Reinigungs- und Waschmittel.

Wasser sparen in der Wäscherei

Auch für die hauseigene Wäscherei gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Verbrauch von Wasser spürbar einzuschränken.

  • Wechseln Sie Handtücher und Bettwäsche nicht täglich, die meisten Gäste finden das ohnehin überflüssig. Führen Sie ein System ein, das dabei Missverständnisse ausschließt: stellen Sie beispielsweise einen Wäschekorb für die Handtücher ins Bad, um unnötige Wechsel zu vermeiden. Ist dieser leer, wünscht der Gast noch keinen Wäschewechsel.
  • Achten Sie auf das richtige Füllen der Waschmaschinen. Eine Überladung sollte unbedingt vermieden werden – dadurch wird das Waschergebnis beeinträchtigt und ein neuerlicher Waschgang nötig. Halten Sie sich an die vom Hersteller vorgegebene Füllmenge ihrer Maschine (in kg). Zur Sicherstellung kann die Wäsche gewogen werden. Besonders praktisch sind in diesem Zusammenhang Waschmaschinen mit einem integrierten Wiegesystem.
  • Auch Flusensiebe sollten regelmäßig gereinigt werden.
  • Investieren Sie in moderne Waschmaschinen:
    • Diese verbrauchen im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen um bis zu 46 Prozent weniger Wasser und um bis zu zehn Prozent weniger Waschmittel und bis zu 20 Prozent weniger Energie. Der Rückgang ist auf neue Gerätekonstruktionen sowie eine optimierte Technik wie zum Beispiel automatische Dosiersysteme oder ein Wasserrückgewinnungsmodul zurückzuführen, die eine individuelle Programmgestaltung ermöglichen.
    • Außerdem gibt es patentierte Wiegesysteme, die den Ressourcenverbrauch der jeweiligen Beladung anpassen – und das bei gleichbleibend hoher Wasch- und Spülwirkung. Denn die ausgeklügelte Informationstechnologie erkennt nicht nur die Menge der Wäsche, sondern auch deren Verschmutzungsgrad.
    • Einsparungen in den Betriebskosten von 1.000 Euro jährlich sind möglich.

Moderne Wäschereiausstattung: Damit sparen Sie Wasser, Energie, Zeit und damit Kosten

Wissen

Knapp 98 Prozent des Wassers auf der Welt ist Salzwasser in den Meeren und Ozeanen. Daher ist es weder als Trinkwasser noch in Landwirtschaft und Industrie verwendbar. Die restlichen zwei Prozent sind zwar Süßwasser. Dieses ist jedoch nicht zur Gänze für uns nutzbar, da ein großer Anteil davon in Gletschern, Schnee und Eis gebunden ist. Als Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen dienen somit lediglich 0,4 Prozent der gesamten Wasservorräte auf der Erde. Diese 0,4 Prozent an nutzbarem Süßwasser bestehen aus

  • Wasser in Seen (67,4 Prozent),
  • Bodenfeuchte/Feuchtgebieten (20,7 Prozent),
  • Regenwasser (9,5 Prozent),
  • Wasser in Flüssen (1,6 Prozent) und
  • Lebewesen (0,8 Prozent).

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