Zu den aktuellen Trends bei Bettwäsche und Frottierwaren in Hotels hat Klasse Wäsche die Housekeeping-Expertin Andrea Pfleger befragt. Sie hat sich auch als Autorin ihrer Fachbücher seit 2003 in der Branche einen Namen gemacht. Ihr aktuelles Fachbuch „Bitte reinigen – aber richtig: Mit gelungenem Housekeeping-Management zum Unternehmenserfolg“, ist 2017 im Trauner Verlag erschienen.

Bettwäsche: Trend zum Eigendesign

Individuelle Auswahl und Gestaltung zeugen von Qualitätsbewusstsein eines Hotels. Bei der Auswahl der Bettwäsche ist es wichtig,

  • auf die Pflegehinweise im Etikett und die Reinigungs- und Pflegeanleitung zu achten.
  • Ist hier z.B. „nicht Bleichen“ vermerkt, müssen im Hinblick auf Hygiene bestimmte, desinfizierende Waschverfahren und spezielle Fleckenentfernungsprozesse bedacht werden.
  • Beim Kauf von Neuware sind Testwaschungen in der hauseigenen Wäscherei zielführend.

Bei der Wäschequalität ortet Andrea Pfleger im Bereich von alpine-style Ausstattungen eine wiederkehrende Nachfrage nach Leinen bzw. Leinenmischgewebe. Hier weist die Praktikerin auf eine gewisse Herausforderung hin, was die Einbindung in den Wäschekreislauf betrifft. Es sind bei Leinen bzw. Leinenmischgewebe andere Waschprogramme und geänderte Waschprogrammparameter erforderlich. Für Andrea Pfleger ist daher „das Zusammenspiel von Wäschereimaschinenlieferant, Waschchemieanbieter und Wäschelieferant unabdingbar“.
Biowäsche liegt laut der Housekeeping-Expertin weniger im Trend. Wenn Wäsche erworben wird, sind aber die ÖkoTex-Kennzeichnung und Nachhaltigkeitsthemen in der Produktion der Wäsche Thema.

Frottierwaren: flauschig und großzügig

Bademäntel mit Logo des Hotels sind heute fast schon Standard . Im Trend liegen Bademäntel, die aus einem Fasermix hergestellt sind:

  • außen Velour aus Polyester mit seiner flauschigen Oberfläche und
  • innen Schlingenpol aus Baumwolle (ungeschnittenes Garn in Schlingenform).

Bei den Farben ortet Andrea Pfleger einen Trend zu Schlamm- und Naturtönen. Hier empfiehlt die Praktikerin eine Überprüfung auf Farbechtheit.

Trends bei Frottierwaren: Bademäntel sollten mit Logo des Hotels gekennzeichnet sein: Dieses „Corporate Branding“ ist ein Qualitätsmerkmal

Die Handtücher im Saunabereich werden größer. Auch damit zeigt das Hotel Qualitätsbewusstsein. Optimal sind Formate mit einer Größe von 200 x 80 cm zur Abdeckung der gesamten Liegebreite.

Der Gast fühlt am Handtuch oder beim Bademantel sofort, ob in diesem Haus auf Qualität Wert gelegt wird. Mit verschlissener, harter Frottierwäsche vergibt jedes Hotel die Chance, dass sich die Gäste wohlfühlen und zufrieden sind.

Qualitätsfaktor Wäsche

Wäsche zum Wohlfühlen ist ein Kriterium dafür, dass Gäste wiederkommen. Das belegen Studien von Klasse Wäsche, wie zuletzt im Mai 2015 die Umfrage unter 1.000 Personen in Deutschland und Österreich, die mindestens drei Nächte im Jahr beruflich oder privat in einem Hotel im Inland verbringen. Die drei Schlüsselergebnisse:

  • Neun von zehn Reisenden nehmen die Wäsche und Textilien im Hotel bewusst wahr.
  • Für über drei Viertel der Befragten ist die Wäsche ein entscheidendes Qualitätskriterium bei der Hotelauswahl.
  • Für zwei Drittel steht fest: Gepflegte Wäsche kennzeichnet die Qualität des gesamten Hauses.

Wäsche und ihre Reinigung können daher als eine betriebliche Kernkompetenz gesehen werden. Wissen über Trends bei Bettwäsche und Frottierwaren ist entscheidend.