„Eine hoteleigene Wäscherei kann durchaus energieeffizienter als eine durchschnittliche Kundenwäscherei sein“, heißt es im Leitfaden „Energiemanagement in der Hotellerie und Gastronomie“. Dieser Leitfaden wurde von der Wirtschaftskammer Österreich, dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, klimaaktiv und der Österreichischen Hotelier-Vereinigung herausgegeben. Ziel ist, Möglichkeiten für mehr Energieeffizienz in allen Bereichen der Hotellerie und Gastronomie aufzuzeigen. Auch für die hauseigene Wäscherei werden Sofortmaßnahmen empfohlen:

Mehr Energieeffizienz steigert Wirtschaftlichkeit

  • Waschtemperatur verringern
    Eine Waschtemperatur von 60°C statt 90°C ist bei gleichbleibender Waschmittelmenge meist ausreichend. Eventuell muss bei Bedarf mit 90°C gewaschen oder chemisch desinfiziert werden.
  • Pflegeleichte Textilien verwenden
    Es sollen leichte, fein gewebte Textilien gewählt werden, welche für Waschtemperaturen mit 60°C mit chemischer Desinfektion geeignet sind. Über die Lebensdauer der Textilien gerechnet, betragen die Pflegekosten 90 bis 95 %, die Investitionskosten jedoch nur fünf bis zehn Prozent der gesamten Kosten. Daher lohnt es sich auf jeden Fall, in etwas teurere, pflegefreundliche, auch bügelfreie Textilien zu investieren.
  • Stark verschmutzte Wäsche separat waschen
    Stark verschmutzte Wäsche soll separat erfasst und gewaschen werden. Nur in Ausnahmefällen soll der Vorwaschgang gewählt werden. Einweichen ist eine gute Alternative.
  • Effiziente Waschmaschinen einsetzen
    Alte Waschmaschinen verbrauchen doppelt so viel an Ressourcen (Strom, Wasser, Waschmittel) wie neue Geräte. Daher soll beim Neukauf auf Geräte mit möglichst geringem Wasserverbrauch und größtmöglicher Schleuderzahl (Restfeuchte <55%) geachtet werden.
  • Effiziente Trockner einsetzen
    Moderne Trockner haben einen Frischluftanteil von weniger als 30 %, der Umluft-Anteil beträgt 70 %. Um ein Übertrocknen der Wäsche zu verhindern, soll der Trockner mit einem Feuchtesensor ausgestattet sein. Eine gut gedämmte Gerätehülle verhindert einerseits den Verlust von „Trocknungsenergie“ und vermindert andererseits den Raumkühlbedarf. Die Zu- und Abluftfilter sollen leicht zugänglich sein.
  • Energiesparendes Bügeln (Mangeln)
    Bügeln ist äußerst arbeits- bzw. energieintensiv. Tipp: Konzentrieren Sie die Bügelarbeit mit leistungsfähigem Gerät auf wenige Nachmittage pro Woche. Das Vortrocknen auf 25 % Restfeuchte erhöht die Leistung der Bügelmaschine.

Resümee: Geringster Strom-, Wasser und Waschmittelverbrauch sowie optimale Personalkosten in der Inhouse-Wäscherei sind nur durch moderne Technik und ein gutes Konzept erreichbar. Von großer Bedeutung sind darüber hinaus auch die Wahl der Textilien, das Wäschereimanagement sowie die Involvierung der Mitarbeiter und der Gäste.

Tipp: Die Mitglieder von Klasse Wäsche berechnen die Energie- bzw. Kosteneinsparung durch neue Geräte und beraten bei der Planung für ein optimales Zusammenspiel zwischen Wäsche, Waschmittel und Wäschereimaschinen.