Niedrigtemperatur-Waschverfahren: Vorteile und Grenzen

Sie sind schon bei 40°C wirksam, sogenannte Niedrigtemperatur-Waschverfahren. Dank neuer Entwicklungen bei Waschmaschinen und Waschmitteln erzielen sie optimale Waschresultate und sparen gleichzeitig Energie und Zeit. Auch Wäsche und Waschmaschine werden geschont. Dazu kommt ein weiterer Vorteil: Abhängig vom pH-Wert der Waschlauge, entstehen bei niedrigeren Temperaturen weniger Probleme mit Kalk. Das bedeutet, dass weniger Enthärter auf Basis chemischer Wirkstoffe eingesetzt werden müssen. Die ökologischen Vorteile der Niedrigtemperatur-Waschverfahren wirken sich sowohl auf die Umwelt, als auch auf die Kosten positiv aus.

Niedrigtemperatur-Waschverfahren: Vorteile und Grenzen

Niedrigtemperatur-Waschverfahren sind ideal für alle empfindlicheren Textilien in Hotels und Heimen. Auch die Arbeitsbekleidung der Mitarbeiter wird damit wieder sauber und gepflegt. Für den Waschprozess sind  folgende Faktoren wichtig:

  • Temperatur
  • Zeit
  • Mechanik (Rotation der Waschmaschine und Reibung durch die Wäsche)
  • Chemie (Waschmittel und Wasser)

Verändert man den Anteil eines Faktors, z.B. die Temperatur im Waschprozess, dann mus der Anteil eines anderen Faktors oder mehrere Faktoren (z.B. Chemie und/oder Zeit) vergrößert werden, um das gleiche Reinigungsergebnis und einen sicheren Prozess zu erzielen (Sinner´scher Kreis). Bezogen auf Waschmittel bedeutet dies nicht, dass die Menge erhöht werden sollte, sondern dass das Waschmittel leistungsfähiger bzw. speziell auf die Anforderungen abgestimmt sein muss. Niedertemperatur optimierte Waschmittel helfen daher, die Temperaturreduzierung zu ermöglichen.

So müssen die Waschmittelinhaltsstoffe bei niedrigen Temperaturen entsprechend löslich sein, da sich sonst ein Waschmittelrückstand bildet. Auf Nummer Sicher gehen Sie, wenn Sie sich für Niedrigtemperatur-Waschsysteme entscheiden, die von namhaften Instituten für ihre Hygienegarantie zertifiziert wurden. (z.B. vom Verbund für Angewandte Hygiene, VAH)

Niedrigtemperatur-Waschverfahren haben Vorteile und Grenzen.

Klasse Wäsche empfiehlt, Unterwäsche, Servietten, Küchenwäsche, Geschirr- und Handtücher sowie Reinigungstücher aus hygienischen Gründen bzw. aufgrund der Verschmutzung nicht bei niedrigen Temperaturen zu waschen. Lassen Sie sich von ihrem Waschchemie-Partner beraten, wo Sie in Ihrem Betrieb Niedrigtemperatur-Waschverfahren einsetzen können!

 Klasse Wäsche Tipps für den Einsatz von Niedrigtemperatur-Waschverfahren:
Den Verschmutzungsgrad der Wäsche beachten. Nur leicht verschmutzte, hygienisch nicht sensible Wäsche bei niedrigen Temperaturen waschen. Flecken vorbehandeln. Zwischendurch immer wieder Waschverfahren mit 60°C und 90°C anwenden. Denn: Wird ausschließlich bei niedrigen Temperaturen gewaschen, besteht die Gefahr, dass in der Waschmaschine Biofilme entstehen bzw. eine Keimbelastung entsteht.

24. August 2018|Arbeitskleidung, Im Haus Waschen, Service, Umwelt und Nachhaltigkeit, Vorteile, Wäsche|Kommentare deaktiviert für Niedrigtemperatur-Waschverfahren: Vorteile und Grenzen