1. Kontrollieren und „Einwaschen“

Vor dem ersten Gebrauch sollten Sie fabriksneue Wäschestücke kontrollierenNeue Wäsche muss entsprechend der Pflegeanleitung „eingewaschen“ werden, um eventuelle Verschmutzungen und Reste der Ausrüstung zu entfernen. Durch das richtige Einwaschen mit der empfohlenen Waschtemperatur wird die Wäsche formstabil und passgenau. Zudem erhöht sich die Lebensdauer Ihrer neuen Wäsche. Empfehlenswert ist, Waschprogramm und Waschmitteldosierung mit dem Maschinenhersteller und dem Waschchemielieferanten auf die neue Wäsche abzustimmen. Waschen Sie keine neuen Wäschestücke, an denen Sie Web- oder Verarbeitungsfehler feststellen. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Wäschelieferanten.

2. Einsammeln und Sortieren

Sorgen Sie für einen möglichst schonenden Transport der Wäsche im Betrieb. Transportbehälter mit scharfen Kanten sind dafür nicht geeignet. Das gilt sowohl für frische Wäsche, als auch für Schmutzwäsche. Vor dem Waschen sollte die Wäsche in der Waschküche sorgsam, bereits nach den Abteilungen Schlafzimmer, Restaurant, Küche etc. sortiert und gelagert werden. Trennen Sie stark verschmutzte von normal verschmutzter Wäsche und behandeln Sie diese mit den entsprechenden Spezialprodukten Ihres Waschchemielieferanten. Um mechanische Schädigung und Verfärbungen zu vermeiden, überprüfen Sie die Wäsche auf Fremdkörper wie Besteck, Papierservietten oder Kerzenreste.

3. Dosieren

Die richtige Dosierung der Waschmittel schont Waschmaschine, Textilien und reduziert die Kosten. Vollautomatische, einfach zu bedienende Dosiersysteme geben Ihnen Sicherheit in der Anwendung. Bei händischer Dosierung beachten Sie die vom Waschmittelhersteller je nach örtlicher Wasserhärte und Waschmittel angegebene Empfehlung. Sie erzielen so die besten Waschergebnisse und leisten gleichzeitig einen Beitrag für die Umwelt.

4. Programm wählen

Richten Sie sich nach den Pflegehinweisen in der Wäsche und wählen Sie das von Ihrem Maschinehersteller eingespeicherte Programm für die jeweilige Wäscheart. Die in den Waschsymbolen angegebenen Gradzahlen sind Höchsttemperaturen, die nicht überschritten werden dürfen.

5. Beladen von Waschmaschine und Trockner

Um ein bestmögliches Waschergebnis zu erzielen, ist es wichtig, dass Sie die Trommel nicht überladen. So verhindern Sie Knitterbildung, Vergrauung, enttäuschende Waschergebnisse und vorzeitigen Verschleiß, insbesondere an den Saumkanten. Halten Sie unbedingt die Füllmenge der Maschine ein (im Zweifelsfall abwiegen), denn das optimale Verhältnis von Maschinengröße, Füllmenge und Waschmittel ist Voraussetzung für einen einwandfreien Waschvorgang und saubere Wäsche. Wichtig ist auch, dass Wäsche nicht über längere Zeit in der Waschmaschine und im Trockner liegen bleibt.

6. Waschen

• Weiße Wäsche
Weißwäsche ist am einfachsten zu behandeln. Achten Sie auf eine gleichmäßige Verwendung Ihrer Wäsche, damit auch der Abnutzungsgrad bei allen Stücken in etwa gleich bleibt.

• Färbige Wäsche
Um Farbveränderungen zu vermeiden, sollten Sie Ihre färbige Wäsche ausschließlich mit Waschmitteln ohne optischen Aufheller und ohne Bleichmittel waschen. Bei fachgerechter Einstellung der Dosieranlage und Verwendung der empfohlenen Waschprogramme erzielen Sie ein optimales Waschergebnis.

• Frottierwäsche
Bei Frottierwäsche ist produktionsbedingt ein Wareneinsprung bis zu 15 Prozent möglich. Nach dem richtigen „Einwaschen“ können Sie Fäden, die durch Hängenbleiben gezogen wurden, problemlos abschneiden. Keinesfalls daran ziehen, da sonst die Gewebestruktur zerstört wird. Vermeiden Sie ein Überladen der Maschine sowie eine Übertrocknung des Frottiers. Beides schädigt die Wäsche mechanisch, speziell an den Säumen.

Über Berücksichtigung der Wasserhärte und Verwendung eines richtig eingestellten Wäschetrockners ist die Verwendung von Weichspülern bei Frottierwäsche meist nicht nötig. Gehen Sie mit Weichspülern äußerst sparsam um und beachten Sie die Herstellerangaben. Durch zu hohe Dosierung wird die Saugfähigkeit stark beeinträchtigt.

• Bettwaren
Um ein Kopfkissen oder eine Bettdecke zu waschen oder zu trocknen, sollte die Trommel ein Fassungsvermögen von mindestens zehn Kilogramm haben. Beim Trocknen der Kissen geben Sie bitte (immer) zwei Tennisbälle mit in die Trommel, dadurch werden die Kissen beim Trocknen aufgeschüttelt. Bitte wählen Sie eine niedrige Trockentemperatur. Beim Trocknen der Einziehdecken empfiehlt sich, keine Tennisbälle zu verwenden. Die Füllung oder der Oberstoff könnte in Mitleidenschaft gezogen werden.

• Tischwäsche
Fleckwäsche von normal verschmutzter Tischwäsche trennen und mit entsprechenden Spezialprodukten vorbehandeln. Anschließend gemäß Programm waschen. Beim Trocknen beachten Sie Restfeuchte, damit das Bügeln erleichtert wird.

7. Stärken / Appretieren

Wäschestärke gibt speziell Tischwäsche edlen Glanz, einen guten Griff und eine glatte Oberfläche. Wäschestärkemittel dürfen keinesfalls gleichzeitig mit einem Weichspüler verwendet werden. Gestärkte Wäsche soll zum Bügeln gut feucht sein und circa 25 bis 30 Prozent Restfeuchte haben. Bei Tischwäsche mit höherer Grammatur erübrigt sich das Stärken.

8. Weichspülen der Wäsche

Weichspüler sorgen für weiche Wäsche, aber die richtige Menge ist entscheidend. Bei Überdosierung verlieren die Textilien ihre Saugfähigkeit. Die enthaltenen Weichmacher begünstigen außerdem z.B. bei Frottier die Flusenbildung. Deshalb sind die Dosiervorgaben unbedingt zu beachten. Tipp: Geschirrtücher nicht mit Weichspüler behandeln.

9. Bügeln / Mangeln

Spätestens jetzt zeigen sich Fehler im Waschprozess, etwa vermeidbare Falten, die jetzt ausgebügelt werden müssen. Mögliche Gründe: überfüllte Maschinen, zu hohes Schleudern oder weil getrocknete Wäsche über Nacht im Trockner liegen geblieben ist. Bett- und Tischwäsche immer in Längsrichtung (Kettrichtung) bügeln. Dadurch bleiben die Teile besser in Form. Beachten Sie Restfeuchte, Mangelgeschwindigkeit und Anpressdruck der Maschine, um ein optimales Bügelergebnis zu erzielen.

10. Maschinenpflege

Dosierbehälter regelmäßig reinigen. Periodischer Service durch den Maschinenhersteller ist empfohlen.