Digitalisierung und Automatisation sind längst in die hauseigenen Wäschereien eingezogen. Sie machen Prozesse sicher, vereinfachen Abläufe und erleichtern die Bedienung der Geräte. Dadurch werden Kosten gespart, Hygienestandards optimiert und das Personal entlastet. Die digitale Wäscherei: Mehr Komfort, weniger Kosten.

Digitalisierung bei der Wäscherei-Planung

Schon bei der Planung der hauseigenen Wäscherei finden digitale Methoden Einsatz. So werden Pläne mit einer CAD-Software oder dem 3D-Raumplaner pCon.planner erstellt, der einen virtuellen Besuch der geplanten Wäscherei möglich macht. Dies kann der Außendienstmitarbeiter direkt vor Ort vorführen und Änderungswünsche „live am Objekt“ besprechen. Auf Basis der Raumplanung wird der Maschinenpark konzipiert. Es kann genau berechnet werden, was es kostet, ein Kilogramm Wäsche zu waschen, zu trocknen und zu mangeln. So werden Kapazität und Wirtschaftlichkeit der Wäscherei vorab genau ermittelt.

Vorteil: Die Planer können Einsparpotenzial und Vorteile einer neuen Inhouse-Wäscherei gegenüber einer bestehenden Fremdvergabe oder einer in die Jahre gekommenen Wäscherei deutlich aufzeigen.

„Mitdenkende“ Wäschereimaschinen

Automatische Dosiersysteme und individuelle Programmsteuerungen erleichtern die Arbeit in der Wäscherei und senken den Verbrauch:

  • Bis zu 46 Prozent weniger Wasser,
  • bis zu zehn Prozent weniger Waschmittel/Waschchemie und
  • bis zu 14 Prozent weniger Energie verbrauchen moderne Waschmaschinen im Vergleich zu ihren Vorgänger-Modellen.

Eine ausgeklügelte Informationstechnologie erkennt die Menge der Wäsche und stimmt den Ressourcenverbrauch auf die jeweilige Beladung ab.

Für die Reinigung von Inkontinenzunterlagen in Pflegeheimen, von Bettwäsche und Gardinen oder zur Aufbereitung von Wischbezügen gibt es Maschinen mit eigenen Hygiene- und Desinfektionsprogrammen. Reinigungstextilien können in der Maschine sogar gebrauchsfertig mit Reinigungs– und Desinfektionsmitteln ausgerüstet werden. Je nach Größe lassen sich in den Maschinen bis zu 68 Baumwoll- oder 100 Mikrofaser-Mopps (40 cm Länge) oder mehr als 400 Wischtücher waschen und ausrüsten (abhängig von Material und Hersteller).

Vorteil: Das bringt eine Optimierung des Hygienestandards, Zeitersparnis und Entlastung des Personals.

Digitalisierung der Wäschereiausstattung spart Kosten und entlastet das Personal

Im Wäschetrockner messen und überwachen Sensoren laufend den gewünschten Trocknungsgrad der Wäsche. Somit ist punktgenaue Trocknung gewährleistet.

Vorteil: Das schont Kosten und verlängert die Lebensdauer der Textilien. Punktgenaue Trocknung vereinfacht das Bügeln, da einem Übertrocknen der Wäsche vorgebeugt wird.

In der digitalen Wäscherei wird das Personal entlastet

Abschalten und Stromspitzen vermeiden

Um Stromspitzen in der Inhouse-Wäscherei zu vermeiden, können alle Maschinen an eine so genannte bauseitige Spitzenlastabschaltung oder Energieoptimierungsanlage angeschlossen werden: Sie sorgt dafür, dass im Fall eines hohen Stromverbrauches ein oder mehrere Geräte kurzfristig abgeschaltet werden. Wenn zum Beispiel mittags in der Küche Hochbetrieb herrscht, können die Wäschereimaschinen automatisch ihren Betrieb anhalten.

Vorteil: Dadurch lassen sich, je nach Anwendung, die Stromspitzen verringern und somit die gesamten Stromkosten um bis zu 25 Prozent senken.

Digitalisierung macht hygienesicher

Im Bereich der Waschchemie sorgen vollautomatische Flüssigwaschsysteme für optimale Ergebnisse. Sie bestehen aus effizienten Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegekomponenten und integrierter Dosiertechnik. Die Waschprogramme sind dabei jeweils auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort programmierbar. Die Dosierung erfolgt automatisch und kann exakt eingestellt werden, um Prozesssicherheit, unabhängig vom Wasserdruck, sicherzustellen.

Vorteil: Die digitale Vernetzung ermöglicht permanente Datenauswertung und Qualitätskontrolle, was den gesamten Textilhygiene-Prozess transparent und wirtschaftlich gestaltet und eine Individualisierung des Prozesses ermöglicht.

Für die manuelle Dosierung empfiehlt sich eine Waschmittel-Dosierrechner-App, mit deren Hilfe sich über Computer, Tablet-PC oder Smartphone Waschmittelpläne schnell und einfach erstellen lassen.

Wäschekennzeichnung gibt Sicherheit

In Inhouse-Wäschereien von Altenpflegeheimen ist es auch wesentlich, die Textilien der Bewohner so zu kennzeichnen, dass sie jederzeit und zweifelsfrei ihren Besitzern zugeordnet werden können.

Neuerdings werden vermehrt Chips verwendet, in denen die Namen der Kunden oder Heimbewohner gespeichert und als Signal ausgestrahlt werden.

Fehlende Textilien können anhand der Dokumentation schneller gefunden werden. In einigen Wäschereien wird die Wäsche überdies mittels einer Software eingescannt und dann dem jeweiligen Besitzer über ein LED-gesteuertes Sortierregal zugeordnet, ohne dass von Hand vor- oder nachsortiert werden muss. Das ermöglicht das Sortieren von Wäsche nach besonders hygienischen Anforderungen.

Vorteil: Die digitale Technik sorgt dafür, dass Bewohnerwäsche nicht verloren geht dass Verluste entsprechend zurück verfolgt werden können.