Rund 20 Prozent der Menschen leiden an Allergien.1 Tendenz steigend. Was bedeutet es für die Hotellerie, speziell für die Anforderungen an das Hotelbett, Gäste mit Allergien zu beherbergen? Die Schlafqualität ist entscheidend dafür, wie wohl sich der Hotelgast bei seinem Aufenthalt fühlt. Je weniger Beschwerden wie Niesen, Hautjucken oder gar Husten, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Gast zufrieden ist, wiederkommt oder das Hotel weiterempfiehlt. Das richtige Wäschemanagement in der hauseigenen Wäscherei trägt entscheidend zum Wohlbefinden bei.

Allergien: Parfumfreie oder gering parfumierte Waschmittel

Häufig können Allergien durch Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe hervorgerufen werden. Um dem vorzubeugen, können parfumfreie oder gering parfumierte Waschmittel zur Textilreinigung im Hotel eingesetzt werden. Konservierungsmittel sind beispielsweise in vielen pH-neutralen Produkten enthalten und werden in der Regel auf dem Etikett oder in der technischen Dokumentation des Produktes deklariert. Im Einzelfall kann beim Waschmittellieferanten auch angefragt werden, ob ein Inhaltsstoff, auf den eine Person allergisch reagiert, im jeweiligen Waschmittel enthalten ist.

Oftmals ist das Problem aber auch die sensible Haut vieler Menschen. Jeder fünfte Österreicher und Deutsche bezeichnet seine Haut als sensibel. Mehr als ein Drittel meint, dass die Haut in den vergangenen Jahren empfindlicher geworden ist.2 Um auf die Bedürfnisse sensibler Haut einzugehen, können beispielsweise Waschmittel verwendet werden, die dermatologisch getestet und geprüft sind.

Allergien: Mit 60°C gegen Milben

  • Um Hausstaubmilben zuverlässig zu entfernen, empfiehlt sich ein 60°C-Desinfektionsprogramm. Dieses garantiert, dass tatsächlich mit 60°C gewaschen wird und diese Temperatur für 20 Minuten gehalten wird.
  • Ein zusätzlich programmierter dritter Spülgang gibt Sicherheit, dass die allergieauslösenden Ausscheidungen der Milben gründlich entfernt
  • Eine chemo-thermische Desinfektion ist dann angesagt, wenn mit den zertifizierten Waschmitteln Krankheitserreger in Form von Bakterien und Viren abgetötet werden sollen.

Gäste mit Allergien: Die richtige Wäschebehandlung schafft Abhilfe

In der hauseigenen Wäscherei kann die ebenso hygienische wie allergievermeidende Reinigung der Hoteltextilien sichergestellt und persönlich kontrolliert werden.

Bettwäsche für Allergiker

Bettwäsche aus hundert Prozent Baumwolle ist absolut empfehlenswert. Die hautfreundliche Naturfaser hat ein äußerst geringes Allergiepotenzial. Sie fühlt sich angenehm auf der Haut an und kann bis zu 20 Prozent des Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen. Die Faser Tencel® ist ebenfalls geeignet. Sie wird aus dem Rohstoff Holz gewonnen und überzeugt durch ihr Feuchtigkeitsmanagement. Dieses sorgt für ein trockenes, angenehmes Schlafklima und bietet Schutz gegen Bakterien und Hausstaubmilben.

Grundsätzlich sollte Bettwäsche mit mindestens 60°C gewaschen werden und bis 95°C waschbar sein. Auch Bettläufer, Decken und Kopf- und Dekokissen sollten von guter, waschbarer Qualität sein. Da ist die hauseigene Wäscherei ein entscheidender Vorteil für Hoteliers, denen das Wohlbefinden ihrer empfindlichen Gäste ein Anliegen ist.

Klasse Wäsche Tipp für das House-Keeping-Team

  • Nicht nur Bettwäsche, sondern auch Kopfkissen, Bettdecken, Matratzenauflagen und Vorhänge regelmäßig waschen
  • Baumwolle sollte gut durchgelüftet und trocken gelagert werden, um Stockflecken und der Bildung von Schimmelpilzen vorzubeugen. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, da sie zu Brüchigkeit des Gewebes führen kann.
  • Wer den Wäscheschrank beduften möchte, greift am besten zu Zedern- oder Zirbenholz. Lavendel könnte reizen.
  • Der gesamte Wäschebestand rotierend verwenden

Was ist eine Allergie?

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf einen an sich harmlosen Stoff, als ob dieser ein Krankheitserreger wäre. Eine allergische Reaktion hängt nicht nur von der Art des Stoffes und dessen Vorkommen ab. Kontakthäufigkeit, Dauer und Intensität spielen ebenfalls eine Rolle. Prinzipiell kann alles in unserer Umgebung zum Auslöser einer Allergie werden – vom Apfel bis zur Zwiebel, von der Katze bis zum T-Shirt. Am häufigsten sind Unverträglichkeitsreaktionen auf Blütenpollen, Hausstaub und Tierhaare zu verzeichnen. Rund 16 Prozent der Österreicher leiden beispielsweise an Heuschnupfen.

1 Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung IGAV, www.allergenvermeidung.org
2 Online-Umfrage der Branchenplattform Kosmetik transparent, 2015